Birgit Eberhardt

Birgit Eberhardt, 52, ist Bäuerin aus Leidenschaft. Mit ihrem Mann Friedrich betreibt sie einen schönen Hof in Frankenhardt-Hellmannshofen. Hier ziehen die Eberhardts Jungsauen auf, 120 Muttersauen sowie Eber der robusten Schwäbisch-Hällischen Rasse stehen im Zuchtbetrieb. „Den Tieren soll es halt gut gehen bei uns“, sagt die Bäuerin, die ihren Sauen zusätzlich frisches Gras gönnt. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Tätowieren der Ferkel. Beim Aussiedlerhof hat Birgit Eberhardt ihren großen Nutzgarten angelegt. „Bei mir wächst sogar Spargel, darauf bin ich schon ein bisschen stolz.“

Das Paar hat vier Kinder – und ein Nachfolger steht bereits fest: Sohn Axel, 17, wird eines Tages den Hof übernehmen und die Zucht der alten Landrasse weiterführen. „Er will das unbedingt“, erzählt Birgit Eberhardt und strahlt. Die Freude darüber ist ihr anzumerken, auch wenn sie weiß, dass sie und ihr Mann noch lange werden mit anpacken müssen, damit der Junior die Landwirtschaft betreiben kann. „Der Hof ist unser Leben.“ Und wenn die sportliche Bäuerin mal nicht bei den Schweinen mit anpackt, im Garten arbeitet oder den Haushalt versieht, reitet sie mit ihren Pferden aus: „Ich bin so gerne draußen und genieße die Natur.“

Birgit Eberhardt kocht gerne Schwäbisch-Hällisches. Wer aber den ganzen Tag über so eingespannt ist, kann sich nicht stundenlang in die Küche stellen. Die staatlich geprüfte Wirtschafterin schwört deshalb auf die Zubereitung im Tontopf. „Das geht praktisch von alleine“, sagt sie, „und ich habe ein komplettes Essen in einem.“
[Rezept von Birgit Eberhardt]



Simone Franz

Simone Franz und ihr Mann Rainer haben hoch über dem Jagsttal in Mulfingen-Ochsental ihr Glück gefunden. Hier leben sie mit den Töchtern Katharina (19) und Sophia (15), vielen Haustieren und (bald) 100 Schwäbisch-Hällischen Muttersauen. Eine geborene Bäuerin ist Simone Franz dennoch nicht – oder vielleicht gerade deshalb: „Die Liebe zur Landwirtschaft habe ich mit der Liebe zu meinem Mann entdeckt“, sagt sie lachend. Andere Landwirte geben ihre Höfe auf, Familie Franz hat sich in dem kleinen Dorf einen neuen aufgebaut.

Vor etwa fünf Jahren aber kam der Einschnitt, erinnert sich die 44-Jährige. „Irgendetwas stimmte nicht, wir wollten doch nicht neu anfangen, um es dann wie die anderen zu machen“, erzählt Simone Franz. Mit der Umstellung des Hofs auf die Zucht von Schwäbisch-Hällischen Ferkeln ging es für die Franzens bergauf. Einige Tiere werden gemästet, deren leckeres Fleisch die Bäuerin im Hofladen verkauft. Ihre Tiere behandelt Simone Franz wenn nötig möglichst homöopathisch. Die Methode hat sie sich selbst erarbeitet. Das ist ganz im Sinn von Tochter Katharina. Denn bei Familie Franz steht die Hofnachfolge fest: Die 19-Jährige will nach ihrem Studium die Zucht der Schwäbisch-Hällischen fortführen und den Hof auf Biobetrieb umstellen.

Wenn Mutter Simone nicht auf dem Hof mit anpackt, den Haushalt besorgt oder in ihrem Hofladen steht, singt sie im Kirchenchor, hält sich mit Yoga fit und kümmert sich um die Blumen und den Garten: „Das ist mein Ausgleich – ich liebe das.“
[Rezept von Simone Franz]



Ute Hofmann

Kleinallmerspann in der Gemeinde Kirchberg/Jagst ist die Heimat von Ute Hofmann, 46, ihrem Mann Dieter und den fünf Kindern Benjamin, Sofia, Ida, Lars und Lotta im Alter von 19 bis 7 Jahren. Die siebenköpfige Familie lebt in einem schönen, gepflegten Bauernhaus am Ortsrand. An zwei Nachmittagen in der Woche arbeitet die Erzieherin im Kindergarten. „Mein Schwerpunkt war immer Kinderbetreuung, ich mache auch Bereitschaftsdienst fürs Jugendamt“, erzählt Ute Hofmann.

Die Hohenloherin könnte sich nicht vorstellen, in der Stadt zu leben. „Ich bin gerne im Garten und Hof kreativ“, sagt sie. Manche Anregung findet sie in entsprechenden Magazinen, die im Wohnzimmer liegen. Die fünffache Mutter, die sich mit Walken fit hält, nimmt sich auch die Zeit, auf ihre Kinder einzugehen. Die haben auf dem Hof ein Paradies. Hier leben Hasen, Hühner, Pferde, Katzen – und 180 Schwäbisch-Hällische Landschweine für die Mast. Bereits 2007 hat Dieter Hofmann den Hof auf Bio umgestellt.

Natürlich verarbeitet die Bauersfrau nur dieses ganz besondere Fleisch, „ich koche aber auch viel Vegetarisches“. Zweimal im Jahr werden zwei Schweine geschlachtet, Schnitzel, Hackfleisch, Gulasch & Co. liegen in der Tiefkühltruhe bereit. „Ich bin in der Küche eher der spontane Typ, ich will nicht den ganzen Vormittag planen und vorbereiten“, sagt sie lachend. Dann muss aber jeder Handgriff sitzen. Heute gibt’s Schaschlik – ein Lieblingsessen der Hofmanns. Das Fleisch mit der typischen kräftig roten Färbung liegt schon bereit. Geschickt spießt Ute Hofmann Fleisch- und Gemüsestücke auf und hat zack, zack das Essen samt Beilage und Salat aus dem Garten auf dem Tisch. Zufrieden schaut sie um sich: Ja, es schmeckt allen.
[Rezept von Ute Hofmann]