Die Zuchtsauen

Schwäbisch Hällisches Landschwein auf der Weide

Für jede Zuchttierrasse wird ein so genanntes Herdbuch geführt. Dieses aufzubauen ist ein langwieriger und komplizierter Prozess, der den Hohenloher Bauern bei den Mohrenköpfle gelungen ist. Jede Zuchtsau der Schwäbisch-Hällischen hat ihre eigene Stammkarte. Darin sind unter anderem die Rasse, der Name des Tieres, der Besitzer, der Geburtstag und vor allem die Abstammung genau aufgeführt. Heute sind im Herdbuch rund 280 reinrassige Schwäbisch-Hällische Zuchtsauen und neun Eberlinien verzeichnet.

Früher trugen die Bauern diese wichtigen Informationen mühsam mit Hand auf der Stammkarte ein. Heute genügt ein Knopfdruck und der Computer spuckt in Sekunden den „Pass“ des jeweiligen Tieres aus. Die Fragestellungen sind die gleichen geblieben: Hat der Körper des Tieres die angestrebte Länge? Ist das Tier gut bemuskelt? Sind die Rippen gewölbt? Viele Kriterien müssen berücksichtigt werden bei dem Ziel, das typische Mohrenköpfle zu züchten.

Dieses ist in der Zuchtbuchordnung klar beschrieben: „Zuchtziel für die Schwäbisch-Hällische Rasse ist ein sehr widerstandsfähiges, langlebiges, milchergiebiges Schwein von sehr hoher Fruchtbarkeit und mit besten Muttereigenschaften ausgestattet. Es soll frohwüchsig und großrahmig sein, eine gute Futterverwertung sowie bei ausreichendem Muskelfleischanteil eine hervorragende Fleischbeschaffenheit aufweisen und sich für alle Haltungsformen einschließlich Weidehaltung eignen.“